Compassion Fatigue – wer hilft den Helfer:innen?
Compassion Fatigue (engl. für „Mitgefühlsmüdigkeit“) beschreibt einen Zustand emotionaler und körperlicher Erschöpfung, der entstehen kann, wenn Menschen dauerhaft mit dem Leid anderer konfrontiert sind. Besonders betroffen sind helfende Berufe wie Psychotherapeut:innen, Ärzt:innen und Pflegekräfte. Doch auch Sozialarbeiter:innen, Einsatzkräfte, Pädagog:innen, Menschen in der Tierpflege oder pflegende Angehörige können betroffen sein.
In meiner wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema hat sich gezeigt, wie vielschichtig es ist. Compassion Fatigue ist kein persönliches Versagen, sondern ein berufsbedingtes Risiko. Trotzdem wird sie oft aus Scham verschwiegen.
Mögliche Anzeichen
- anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung
- nachlassendes Mitgefühl und innerer Rückzug
- Reizbarkeit, Ungeduld und Konzentrationsprobleme
- Schlafstörungen
- das Gefühl, nicht mehr genug geben zu können
Oft bleibt die Arbeitsfähigkeit lange erhalten. Deshalb wird Compassion Fatigue leicht übersehen. Die gute Nachricht: Charles R. Figley, der das Konzept maßgeblich geprägt hat, betont, dass Compassion Fatigue behandelbar ist, sobald Helfende sie erkennen.
Workshops, Seminare & Supervision – frühzeitig erkennen, gezielt vorbeugen
Selbstfürsorge, Grenzsetzung und Supervision zählen zu den wirksamsten Schutzfaktoren. Die Verantwortung liegt dabei nicht nur bei den Einzelnen, sondern auch bei Führungskräften und Organisationen.
Zu diesem Thema biete ich Workshops und Seminare an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Supervision und auf der Begleitung von Führungskräften. Ich unterstütze Sie dabei:
- Compassion Fatigue bei sich selbst und bei Mitarbeitenden frühzeitig zu erkennen
- gezielt präventive Maßnahmen zu setzen
- ein Arbeitsklima zu schaffen, in dem Belastungen offen angesprochen werden können
- Krankenstände zu reduzieren und wertvolle Mitarbeitende zu halten
Compassion Fatigue kann jeden treffen, doch mit dem richtigen Bewusstsein kann ihr Einhalt geboten werden. Ich freue mich, Sie dabei zu begleiten.
Kontaktieren Sie mich gerne für ein unverbindliches Erstgespräch.

